Eine kleine Sprachanalyse: Was Sie zu Eltern behinderter Kinder und zu Menschen mit Behinderung (nicht) sagen dürfen

Im Stern wurde neulich der Artikel „Was Sie zu Eltern lieber nicht sagen sollten“ veröffentlicht, in dem Hinweise zum Umgang mit Eltern von Kindern mit Behinderung gegeben werden. Mein erster Gedanke nach dem Lesen der ersten Sätze war: „Das würde ich auf keinen Fall empfehlen.“ Weiterlesen

Die Inklusion in der Spirale der Integration

Fünf Jahre sind seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention vergangen und ich beobachte mit zunehmendem Missmut, wie der Begriff „Inklusion“ immer mehr verwässert wird. Zuletzt schrieb ich über den missbräuchlichen Umgang mit dem Forschungszweig Disability Studies. Ein ähnliches Schicksal scheint den Begriff „Inklusion“ zu ereilen. „Inklusion“ scheint jetzt der neue Name für „Integration“ zu sein.

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Disability Studies ohne Inklusion? Von der Übertretung der Regel „Nichts über uns ohne uns!“

Vor einigen Tagen entdeckte ich den Blogtext „Emanzipation der ‚Disability Studies'“ auf der Website von Aktion Mensch. Auch wenn ich es sehr schätze, dass diesem noch wenig beachteten Forschungszweig Aufmerksamkeit gewidmet wird, fehlen im Text einige wesenliche Aspekte. Der für Disability Studies so zentrale Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ wird weder erwähnt noch umgesetzt. Warum berichtet darüber nicht jemand, der in diesem Gebiet tätig und idealerweise auch selbstbetroffen ist? Weiterlesen

Witze über Menschen mit Behinderung – Gedanken zu Ableismus und Inklusion

In der taz löste die Rubrik „Gurke des Tages“ von Michael Ringel in Bezug auf den blinden Fußballspieler Robert Warzecha (Quelle) im Internet eine heftige Diskussion aus, wie weit Satire auf Kosten von Menschen mit Behinderung gehen darf. Tatsache ist, dass der betroffene Fußballer darüber nicht lachen konnte (Quelle). Problematisch war, dass ein bestimmter Mensch namentlich und im Zusammenhang mit seiner Behinderung öffentlich „durch den Kakao gezogen“ wurde. Es macht sicher auch einen Unterschied, ob Witze von ebenfalls betroffenen Menschen oder von Menschen ohne Behinderung ausgehen. Weiterlesen

Die Macht der Sprache – oder: Wie unser Denken behindert wird

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In Zeitungen ist zu lesen, dass Menschen etwas „trotz Behinderung“ erreichen, dass sie „leiden“ würden oder dass sie „Superhelden“ seien. Die Internetpräzens Leidmedien hat es sich zur Aufgabe gemacht, solche sprachlichen Formulierungen im Journalismus aufzudecken. Ist das überzogen oder gerechtfertigt? Ich habe mir darüber ein paar Gedanken gemacht. Weiterlesen