Das Thema Diskriminierung in den Medien am Beispiel der Hamburger Kammerspiele

„Ziemlich beste Freunde“ war ein Kinohit, der die ganze Gesellschaft bewegte und die Behindertenaktivisten Uwe Frevert und Gerlef Gleiss (gestorben am 05.02.2014) zu gegensätzlichen Kommentaren veranlasste (Quelle). Im Film geht es um die enge Freundschaft zwischen Philippe, der mit einer Querschnittlähmung ab dem Hals in einem Elektrorollstuhl sitzt, und seinem Assistenten Driss, der seinem Arbeitgeber durch seine Assistenzleistungen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Nun kündigten die Hamburger Kammerspiele an, den Film vom 23. März bis zum 25. Mai 2014 in einem Theaterstück mit Hardy Krüger jr. in der Hauptrolle aufzuführen, ausgerechnet in ihrem nicht barrierefreien Gebäude. Das sorgte unter Menschen mit Behinderung für gewaltigen Unmut.

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Eine kleine Sprachanalyse: Was Sie zu Eltern behinderter Kinder und zu Menschen mit Behinderung (nicht) sagen dürfen

Im Stern wurde neulich der Artikel „Was Sie zu Eltern lieber nicht sagen sollten“ veröffentlicht, in dem Hinweise zum Umgang mit Eltern von Kindern mit Behinderung gegeben werden. Mein erster Gedanke nach dem Lesen der ersten Sätze war: „Das würde ich auf keinen Fall empfehlen.“ Weiterlesen

Witze über Menschen mit Behinderung – Gedanken zu Ableismus und Inklusion

In der taz löste die Rubrik „Gurke des Tages“ von Michael Ringel in Bezug auf den blinden Fußballspieler Robert Warzecha (Quelle) im Internet eine heftige Diskussion aus, wie weit Satire auf Kosten von Menschen mit Behinderung gehen darf. Tatsache ist, dass der betroffene Fußballer darüber nicht lachen konnte (Quelle). Problematisch war, dass ein bestimmter Mensch namentlich und im Zusammenhang mit seiner Behinderung öffentlich „durch den Kakao gezogen“ wurde. Es macht sicher auch einen Unterschied, ob Witze von ebenfalls betroffenen Menschen oder von Menschen ohne Behinderung ausgehen. Weiterlesen

Die Macht der Sprache – oder: Wie unser Denken behindert wird

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In Zeitungen ist zu lesen, dass Menschen etwas „trotz Behinderung“ erreichen, dass sie „leiden“ würden oder dass sie „Superhelden“ seien. Die Internetpräzens Leidmedien hat es sich zur Aufgabe gemacht, solche sprachlichen Formulierungen im Journalismus aufzudecken. Ist das überzogen oder gerechtfertigt? Ich habe mir darüber ein paar Gedanken gemacht. Weiterlesen