zusammengefasst: Barrierefreiheit mit Barrieren

Das hier ist eine Zusammenfassung vom langen Text Barrierefreiheit mit Barrieren.

Der Begriff „Barrierefreiheit“  beschränkt sich oft nur auf einzelne Aspekte. Wenn ein Gebäude als barrierefrei bezeichnet wird, ist damit meist nur die Rollstuhlgerechtigkeit gemeint. Nachfolgend werden verschiedene Beispiele für Barrierefreiheit gebracht. Keine der Listen ist vollständig.

Barrierefreie Gebäude

  • sind durchgängig rollstuhlfreundlich
  • haben Wegleitsysteme für blinde Menschen
  • haben Brailleschrift, Leichte Sprache und gut verständliche Symbole
  • haben Aufzüge mit Lautsprechern, Brailleschrift und Bildschirmen für die gebärdensprachliche/schriftliche Kommunikation
  • haben Räume mit Induktionsringschleifen für Menschen mit Hörhilfen
  • sind nur aus allergenfreiem Baumaterial
  • sind gut belüftet
  • sind in der Nähe barrierefreier Bahnhöfe

Barrierefreie Videoclips

  • haben Untertitel
  • übermitteln den Ton auch in Gebärdensprache
  • bieten Audiodeskriptionen an
  • gibt es zusätzlich in Leichter Sprache
  • verzichten auf zu viele Bilder und Geräusche (Gefahr der Reizüberflutung)
  • sind frei von Nebengeräuschen

Barrierefreie Podcasts

  • bieten die Inhalte auch in schriftlicher Form zum Mitlesen an
  • bieten Inhalte ebenfalls in Gebärdensprache und in Leichter Sprache an
  • sind frei von übermäßig vielen Geräuschen

Barrierefreie Internetseiten

  • lassen sich von blinden Menschen gut bedienen und nutzen
  • bieten Gebärdenvideos, Leichte Sprache und Audiotexte an
  • sind optisch klar und schlicht strukturiert

Barrierefreie Veranstaltungen

  • sind rollstuhlzugänglich
  • setzen GebärdensprachdolmetscherInnen und SchriftmittlerInnen ein
  • bieten Bild- und Filmpräsentationen mit Untertiteln, Gebärdensprache, Audiodeskription und Leichter Sprache an

Auch das „Drumherum“ von Veranstaltungen muss barrierefrei sein:

  • die Anmeldung ist über Internet, E-Mail, Fax und Telefon möglich
  • es gibt gut zu bedienende und gut verständliche Anmeldeformulare
  • die Wegbeschreibungen sind gut nachvollziehbar, mit Textform für blinde Menschen und in Leichter Sprache mit Fotos
  • ermöglichen eine barrierefreie Anmeldung vor Ort (Anmeldetheke in Sitzhöhe)
  • stellen Assistenzen zur Verfügung
  • die Pausen finden in derselben Etage wie die Veranstaltung statt
  • es gibt nicht nur Stehtische, sondern auch Tische in Sitzhöhe
  • angebotene Mahlzeiten sind veganer- und allergenfreundlich
  • das Buffet ist gut zugänglich, ggfs. mit Unterstützung von Assistenz
  • die oberen Etagen sollten über mindestens zwei Aufzüge erreichbar sein
  • die Räume sind durchgängig rollstuhlzugänglich (inkl. WCs!)
  • sind vom nächsten Bahnhof aus gut zu erreichen

Tipp: Fragen Sie schon im Anmeldeformular nach dem Bedarf (GebärdensprachdolmetscherInnen und andere Assistenz, Leichte Sprache usw.).

Veranstaltungs- und Pausenräume sollten Menschen mit Rollstuhl, Rollator usw. ausreichend Bewegungsfreiheit ermöglichen.

Gute Handreichungen und Checklisten zur Ausrichtung von barrierefreien Veranstaltungen gibt es bei K Produktion (externer Link).

Am besten ist es, bei Einladungen zu einer Veranstaltung konkrete Angaben zur Art der Barrierefreiheit zu machen, z.B.

  • dass die Räumlichkeiten inkl. WC rollstuhlgerecht sind,
  • dass GebärdensprachdolmetscherInnen anwesend sind,
  • dass die Vorträge in Leichter Sprache angeboten werden
  • undsoweiter.
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