Brief einer Rollstuhlfahrerin an die Abellio-Bahn

Dieser Blogtext entstand aus einem Facebook-Eintrag von meiner Kollegin Nicole Andres, die bisher keinen eigenen Blog hat. Wir sind beide als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen in einem bundesweiten Teilhabe- und Inklusionsforschungsprojekt tätig, arbeiten allerdings an unterschiedlichen Hochschulen.

Nicole ist im E-Rollstuhl unterwegs, wird dauerhaft beatmet und ist auf 24-Stunden-Assistenz angewiesen. Sie konnte sich ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben erkämpfen, ist im Alltag aber immer wieder massiven Diskriminierungen ausgesetzt. So auch kürzlich, als sie nach einem Festivalbesuch mit der Abellio-Bahn unterwegs war. Den dort entstandenen Vorfall fand ich selbst so ungeheuerlich, dass ich Nicole vorschlug, ihre Erfahrungen in meinem Blog publik zu machen.

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Kurzmeldung: Seite „Schriftdolmetschen“ aktualisiert

Mein Blog ruht bis auf Weiteres, daher gibt es von mir keinen neuen Blogtext.

Dafür lohnt es sich, ab und zu die Seite Schriftdolmetschen zu besuchen, weil die Adressen- und Linksammlung fortlaufend erweitert wird.

Update am 13.02.2016: neue Daten zu Postleitzahlengebiet 1 eingefügt und Vorbemerkungen überarbeitet
Update am 29.10.2015: neue Adressen eingefügt und Adressen geändert
Update am 06.07.2015: Ergänzung der Liste um neue Adressen
Update am 04.04.2015: neue Adressen veröffentlicht

Was schulische Inklusion ist und was sie nicht ist

Ich kann bei diesem vieldiskutierten Thema nicht länger still sitzen bleiben. Warum maßen sich immer mehr Menschen ein Urteil darüber an, wie schulische Inklusion funktionieren kann, wenn sie weder irgendwelche Erfahrungen im Bereich der schulischen Integration haben noch im persönlichen Alltag sich aktiv mit dem Thema Inklusion auseinandersetzen?

Pressemeldungen zeigen immer wieder, dass viele Menschen nach wie vor nicht verstanden haben, was „schulische Inklusion“ wirklich beinhaltet. Besonders ärgerlich ist es, wenn Journalist_innen ohne jede Erfahrung sich des Themas annehmen, darüber berichten und damit Fehlinformationen und Vorurteilen eine Plattform bieten.

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Das Thema Diskriminierung in den Medien am Beispiel der Hamburger Kammerspiele

„Ziemlich beste Freunde“ war ein Kinohit, der die ganze Gesellschaft bewegte und die Behindertenaktivisten Uwe Frevert und Gerlef Gleiss (gestorben am 05.02.2014) zu gegensätzlichen Kommentaren veranlasste (Quelle). Im Film geht es um die enge Freundschaft zwischen Philippe, der mit einer Querschnittlähmung ab dem Hals in einem Elektrorollstuhl sitzt, und seinem Assistenten Driss, der seinem Arbeitgeber durch seine Assistenzleistungen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Nun kündigten die Hamburger Kammerspiele an, den Film vom 23. März bis zum 25. Mai 2014 in einem Theaterstück mit Hardy Krüger jr. in der Hauptrolle aufzuführen, ausgerechnet in ihrem nicht barrierefreien Gebäude. Das sorgte unter Menschen mit Behinderung für gewaltigen Unmut.

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